Freiwillige Feuerwehr Drebkau
 

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Ausrüstung
 

 


Standartausrüstung


 

Standart

Fire-Ex

 

Fire-Ex

Zur persönlichen Schutzausrüstung gehören nach § 6 UVV (Unfall-Verhütungs-Vorschriften) und u.a. der FwDV 4 (Gruppe im Löscheinsatz) bei Ausbildung und Einsatz die folgenden Teile:

Persönliche Schutzausrüstung: (Grundausstattung):

  • Feuerwehrhelm mit Nackenschutz und Klappvisier
  • Feuerwehreinsatzanzug (Nomex)
  • Taschenmesser (optional)
  • Feuerwehrsicherheitsgurt mit Feuerwehrbeil in der Beiltasche
  • Arbeitshandschuhe nach Fw-Vorschrift (Stulpen/Schnittschutz)
  • Feuerwehr-Sicherheitsleine (30m lang) im Tragebeutel
  • Feuerwehrstiefel nach F-Vorschrift (Stahlkappe/Sohle)

 


 

Atemschutz

 

 

Als Atemschutzgeräteträger (AGT) bezeichnet man Personen, die in der Lage sind sowohl medizinisch als auch ausbildungsmäßig ein Atemschutzgerät zu tragen.

Aus medizinischer Sicht muss ein Atemschutzgeräteträger vor allem eine gute Lungenfunktion haben. Er darf aber auch nicht an Platzangst leiden und muss auch unter Stress besonnen handeln können. Diese Bedingungen sind notwendig, wenn jemand aus beruflichen Gründen mit Atemschutzgeräten arbeiten muss, beispielsweise Schweißer, die in einem Tank arbeiten müssen. Besonders anstrengend sind naturgemäß Tätigkeiten, wie sie bei der Feuerwehr anfallen.

Atemschutzgerät

Üblicherweise gehen Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr nur truppweise zu zweit oder zu dritt vor, so dass einer den anderen unterstützen kann, falls es zu Problemen in dem Gefahrenbereich kommt. Bei der Feuerwehr ist grundsätzlich die Bereitstellung eines zusätzlichen Sicherheitstrupps für jede Einsatzstelle vorgeschrieben. In Abhängigkeit der Einsatzstellengröße und der Anzahl der eingesetzten Atemschutztrupps sind mehrere Sicherheitstrupps vorzuhalten. Von diesem Grundsatz darf abgewichen werden, wenn die Gefährdung der eingesetzten Kräfte nahezu ausgeschlossen werden kann und die Rettung eines verunfallten Geräteträgers auch ohne Atemschutz möglich ist (z.B. im Freien).

Der Atemschutzgeräteträger hat die Ausbildung für das Tragen von Pressluftatmern, sowie den Leistungstest erfolgreich absolviert und ist nun berechtigt unter umluftunabhängigen Atemschutz im Einsatz vorzugehen. AGTs werden überall dort eingesetzt, wo die Luft wegen Sauerstoffmangels oder enthaltenen Atemgiften nicht atembar ist, z.B. beim Innenangriff oder bei Gefahrstoffunfällen.

Totmanneinrichtung an einem Pressluftatmer

Eine Totmanneinrichtung wird inzwischen vielerorts eingesetzt. Der Totmann reagiert auf Bewegungen eines Feuerwehrmannes. Bleibt dieser für längere Zeit regunglos, wird ein lauter Alarm gegeben. Optimal haben einige Geräte auch Temperatursensoren integriert.

Ebenso ist der Einsatz von Flammschutzhauben über dem Atemanschluss anzuraten. Im Fall einer plötzlichen Flammeneinwirkung (Flashover) schützen diese kurzzeitig das Gesicht und den Nacken-Hals-Bereich.

 


 

Chemieeinsatz

 

Fire-Ex

 

Fire-Ex

Chemiekalienschutzanzüge (CSA) kommen bei Gefahrstoffunfällen zum Einsatz. Der Träger des CSA ist hierbeidiesem komplett von seiner Umwelt isoliert und kann damit auch in radiologisch, chemisch oder bakteriologisch kontaminierten Bereichen arbeiten. Zur Atemluftversorgung, trägt der CSA-Träger einen Pressluftatmer auf dem Rücken.

Die Einsatzzeit ist für den Träger des CSA aufgrund der hohen körperlichen wie psychischen Belastung auf maximal 20 bis 25 Minuten begrenzt. Hinzu kommt noch die Zeit die für die Dekontamination des Trägers benötigt wird. Ein weiterer begrenzender Einfluß ist die eingeschränkte Beständigkeit gegenüber den diversen Chemikalien.

Bei vielen Anzügen gibt es auch die Möglichkeit der Fremdbelüftung, so daß Luft durch Schläuche, die außen angesteckt werden, zugeführt werden kann. Dies ist nicht so für den Einsatz selbst wichtig, sondern kann vor allem bei der nachfolgenden Dekontamination wertvolle Zeit liefern, wenn in den Pressluftflaschen nicht mehr genug Luft vorhanden ist.

Der CSA gehört in Deutschland gemäß der Feuerwehrdienstvorschrift 500 zur Körperschutzform 3 und wird dort in zwei Typen eingeteilt:

  • Typ 1a beschreibt den CSA mit im Innern mitgeführter Atemluft, zum Beispiel durch einen umluftunabhängigen Pressluftatmer.
  • Typ 1b hingegen beschreibt den Anzug mit außen liegender Atemluftversorgung. In der Regel ist das auch hier ein Pressluftatmer, doch beinhaltet dieser Typ auch insbesondere für den Laborbereich gedachte CSA mit über Schläuchen zugeführter Atemluft.

Dabei ist zu beachten, dass Typ 1a nicht mit Regenerationsgeräten betrieben werden sollte, da der Wärmeaustausch des Gerätes nicht mehr garantiert werden kann. Bei Typ 1b dagegen ist bei einer Kontamination des Anzuges auch gleich das komplette Atemschutzgerät kontaminiert – ganz davon abgesehen, dass die Schläuche am Atemschutzgerät im Normalfall nicht Chemikalienbeständig sind.

Typ 1a ist bei den Feuerwehren sehr verbreitet, Typ 1b findet sich beispielsweise bei der Normbeladung des ABC-Erkundungskraftwagen oder bei spezialisierten Gefahrstoffzügen wieder.

Speziell für den Einsatz bei Feuerwehren gibt es die Bauformen CSF und CMF, die beide Typ 1a angehören.

  • CSF heißt hierbei CSA mit Sichtscheibe für Feuerwehren (hier wird unter dem CSA ein vom CSA unabhängiges Atemschutzgerät mit Maske getragen)
  • CMF steht für CSA mit eingearbeiteter Maske für Feuerwehren (hier wird die im CSA integrierte Maske direkt an einen innen liegenden Pressluftatmer angeschlossen).

 


 

Hitzeschutz

 

Fire-Ex

 

Fire-Ex

 

Fire-Ex

Hitzeschutzbekleidung oder Hitzeschutzanzüge (HSA) dienen dem Schutz von Personal vor extremer Hitzestrahlung (Thermische Risiken), etwa Feuerwehreinheiten bei sehr heißen Bränden, aber auch Metallarbeitern die mit hocherhitzten Metallen hantieren (Hochofen-, Schweißbetrieb, Schmelzereien) und ähnliche Arbeitsumgebungen (beispielsweise Kesselanlagen). Hitzeschutzkleidung soll vor thermischen Risiken schützen.

Thermische Risiken sind Flammen, Kontakthitze, Strahlungshitze, Funken feuerflüssige Medien, und heiße Gase und Dämpfe. Die Schutzwirkung der Kleidung muss während der Einwirkung erhalten bleiben, das heißt, die Kleidung muss selbst verlöschend sein, sie darf nicht schmelzen und nicht schrumpfen. Bei Temperaturen über 45°C werden Schmerzen, bei Temperaturen über 55°C Verbrennungserscheinungen hervorgerufen. Die Kleidung muss also möglichst lange dafür sorgen, dass die Temperatur direkt auf der Haut 45°C nicht überschreitet.

Hitzeschutzbekleidung besteht aus einem mehrlagigen isolierenden Innenanzug (meist Armide, Imide oder Duromere) und einer Metallbeschichtung (meist aluminiumbedampft), die die Hitzestrahlung vom Körper fern hält. Umgangssprachlich wurde auch oft vom Asbestanzug gesprochen, nach einer früheren Form. Der HSA hat normalerweise eine goldbedampfte Sichtscheibe.

Einsatzbereiche für den Schutzanzug der Feuerwehr wären beispielsweise Brände in Chemiefabriken, an Ölförderanlagen oder Tank-/Kesselwagen. Prinzipiell kann der Hitzeschutz auch beim Brandangriff bzw. zur Personenrettung eingesetzt werden.

Bei der Feuerwehr wird dieser "silberne" Hitzschutz in drei Formen eingesetzt:

  • Form I: Handschuhe mit Stulpen und Kopfschutzhaube (heute nur noch selten zu finden)
  • Form II: Mantel mit integrierter Kopfschutzhaube und Handschuhen
  • Form III: ein- oder zweiteiliger Ganzkörperanzug mit integrierter Kopfschutzhaube, Handschuhen und Füßlingen.

 


Der interaktive Feuerwehrmann


 

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